Unsere Esel

Mit den beiden Eseln Camillo und Peppone ist die 8. Tierart bei uns eingezogen. Dies geschah sehr kurzfristig; die Zeit drängte, da der Schlachttermin schon fest stand. Der schwarze Camillo und der graue Peppone sind sehr anlehnungsbedürftig und lassen sich gerne bürsten. Ihre Hufe waren in sehr schlechtem Zustand, mittlerweile hat der Huforthopäde ganze Arbeit geleistet. Die Beiden leben mit unseren Ziegen gemeinsam im Gehege. So oft wir können, gehen wir mit ihnen spazieren.

 

Nachts halten sie uns auch auf Trab: Camillo & Peppone schreien zwar selten, aber wenn, dann laut und durchdringend. Tagsüber ist das nicht sonderlich tragisch, doch nachts nicht sehr schön. Wenn wir von ihnen geweckt werden (i.d. Regel 1x pro Nacht) stehen wir auf, schnappen uns einen eigens zu diesem Zweck bereitstehenden Heusack und eilen zu den Beiden um sie mit dem Futter abzulenken. Doch Hunger ist nicht der Grund für die Lärmerei; die beiden Esel wollen Nachts einfach Entertainment und Streicheleinheiten! Unsere Liebe zu den Zwei wird Nacht für Nacht auf eine harte Probe gestellt.

 

So geht es nicht weiter! Nun bauen wir die ehemalige Doppelgarage im Hof zum Eselstall um. Jetzt hat unser Dreiseithof aber die Eigenschaft, Geräusche sehr weit zu transportieren. Deshalb werden alle Wände schallgedämmt, mit Steinwolle und Lochplatten. Da drin können dann die beiden Schreihälse die ganze Nacht lärmen so viel sie wollen – wir werden schlafen. Die Beiden sind uns sehr ans Herz gewachsen und wir sind froh, dass wir sie vor dem Schlachttod retten konnten.

 

Aufnahmegrund: Rettung vor der Schlachtung