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Unsere Hunde

Die meisten Hunde auf dem Gnadenhof kommen von weit her. Viele wurden auf den Straßen Europas geboren und sind über kurz oder lang in einem Tierheim oder sogar einer Tötungsstation gelandet. Oft ohne Chance auf Vermittlung und ein schönes Zuhause leben ehemalige Straßenhunde meist ihr ganzes Leben neben vielen anderen Hunden in einem kleinen Zwinger oder werden aus Platzmangel und/oder Kostengründen euthanasiert. Einen Hund von einem Züchter zu kaufen heißt deshalb, dass diesen Hunden die Chance auf ein glückliches, schönes Leben genommen wird.

Früh morgens um 06:00 Uhr drehen wir bereits schon die erste Runde. Nicht immer einfach mit so vielen gleichzeitig – im Winter bei Glätte immer wieder auf’s Neue ein Abenteuer. Alle Hunde auf dem Hof leben mit uns zusammen im Haus. Leider entscheiden sich einige, Nachts mit im Bett zu schlafen …

Dana

Die kleine Dana ist ein Dackelmix und ca. 10 – 13 Jahre alt. Leider hatte auch Dana bis jetzt kein schönes Leben. Sie lebte auf einem Bauernhof, wo sie auch als kleiner Hund aufgenommen wurde. Nicht kastriert und ungeliebt wurde sie sich selbst überlassen. Vor 6 Monaten hat die kleine alte Dame noch einmal Welpen zur Welt bringen müssen. Tja und dann geschah vor 6 Wochen das Schreckliche: Dana und einer ihrer Welpen wurde auf der Dorfstraße angefahren und einfach liegen gelassen. Keiner kümmerte sich um sie, im Gegenteil, sie wurde in eine dunkle Garage gesteckt und vergessen. Schrecklich, man darf es sich gar nicht vorstellen. Zum Glück lebten im Nachbarhaus die Eltern einer Tierschützerin und als diese auf Besuch war, bekam sie das ganze Elend mit. Dana und ihr Welpe wurden umgehend zum dortigen Dorftierarzt gebracht. Der Welpe ist glimpflich davon gekommen und konnte zum Glück schon mit seinem Geschwisterchen gut vermittelt werden. Dana hatte hinten links einen Bruch. Leider war dieser wohl schon falsch zusammengewachsen und irgendwie nur durch die Muskeln zusammengehalten. Sie bekam Schmerzmittel. Die Tierschützerin ließ sie impfen, damit die kleine Maus ausreisen durfte. Zum Glück ist sie nun bei uns. Sie ist noch in einem schlechten Zustand: die Maus hat keine Zähne mehr im Mund und das Zahnfleisch ist entzündet. Sie ist total abgemagert, hat Flöhe und Parasiten, außerdem ist durch die Geburt der Welpen total geschwächt und noch sehr unruhig. Diese Woche wird sie unserer Tierärztin vorgestellt und hoffentlich kann sie ihr helfen. Wir drücken die Daumen, dass es ihr bald besser gehen wird. Ansonsten ist sie sehr ruhig und genießt die Streicheleinheiten von allen. Man merkt, dass sie sehr liebes bedürftig ist.

Donna

Wieviele Schicksalsschläge kann ein Hund ertragen? …. oder wartet nach all dem doch noch ein Happy-End auf sie? Zwei Schicksale, wie sie für Straßenhündinnen Alltag sind – das eint Iriska und Donna. Donna, geb. 2014, kam schon im September 2015 mit ihren drei Welpen ins Shelter.
 
Im Sommer 2017 erkrankt auch Donna an Staupe. Sie wird dem Neurologen vorgestellt. Anders als bei Iriska, kommt Donna nicht aus eigener Kraft wieder auf die Beine. Versuche, sie mit einem Hunderolli fortzubewegen, stoßen bei ihr nicht auf Begeisterung und schlagen fehl. Mehr und mehr scheint es, dass sie nicht die Stärke hat wieder auf die eigenen Beine zu kommen. Es scheint fast, als würde sie sich weigern, wieder zu laufen. Dann wird Iriska in Donnas Zwinger verlegt u. plötzlich geschieht ein kleines Wunder: Die große Donna orientiert sich an der lebensbejahenden Iriska u. schafft es Schritt für Schritt auch wieder zurück auf die eigenen Beine. Nach recht kurzer Zeit gehen schneller ….
 
Da beide sich aneinander orientieren, kam es nur in Frage, beide in EIN Zuhause zu vermitteln. So kam es, dass wir Donna u. Iriska gemeinsam aufgenommen haben, denn eines war sicher: Reist Iriska in ein Zuhause, so würde für Donna die Welt zusammenbrechen. Völlig unklar, ob sie diesen Schicksalsschlag überhaupt noch verkraften würde. Ein Zuhause, in dem beide willkommen sind, mit Iriskas Staupetick der Hinterbeine und Donnas manchmal wackeligen Hinterbeinen.
 
Sie haben es beide geschafft und können nun ein glückliches und friedliches langes Leben bei uns führen. Beide hatten Glück und sind der Hölle eines Schelters entkommen!
Herzlich Willkommen, liebe Donna und ein langes und glückliches Hundeleben bei uns.

Gina

Gina kam ursprünglich 2010 als Pflegehund zu uns, als sie vom Verein »Menschen für Tierrechte Würzburg e. V.« aus einem kroatischen Tierlager geholt wurde. Schon nach drei Wochen konnten wir Gina in sehr gute Hände vermitteln. Sie nahmen Gina täglich im Auto mit zur Arbeit. Leider verträgt Gina das Autofahren nicht, und erbrach sich ständig. Deshalb brachten sie sie schweren Herzens wieder zu uns zurück. Weil wir Gina in dieser Zeit sehr vermissten, haben wir uns deshalb entschieden, dass sie bei uns auf dem Hof bleiben darf. Als einziger Hund auf dem Gnadenhof hat sie keine Behinderung oder Krankheit. Sie ist sehr verspielt, intelligent, fröhlich und vor allem frech.

Aufnahmegrund: Liebe auf den ersten Blick

Iriska

Wieviele Schicksalsschläge musste Iriska ertragen? …. oder wartet nach all dem doch noch ein Happy-End auf sie? Iriska, geb. 2015, kam gemeinsam mit ihren acht Welpen 2017 von der Straße ins riesige Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Hier leben 3.000 Hunde und ein Schicksal wie es tausenden von Hunden ergeht.
 
Im April/Mai 2017 erkrankt Iriska an einer nervösen Form der Staupe. Steht sie im Mai 2017 noch wackelig auf ihren Beinen, so gelingt es ihr im Juni 2017 nicht mehr aufzustehen. Die Welpen werden ihr weggenommen, wie durch ein Wunder hat sich keines der acht Welpen bei Iriska angesteckt. Iriska ist verzweifelt. Aber die so menschenbezogene Hündin hat einen nahezu unbändigen Willen zu leben und zu überleben. Legt man sie auf Gras, so versucht sie sich Stück für Stück zu ihren Betreuern zu robben, nur um bei ihnen zu sein. Sie wird einem Neurologen vorgestellt. Dort zeigt man den Betreuern wie man Iriska mit einem Stützgürtel und gezielten Massagen wieder mobilisieren kann.


In einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Betreuern, Sheltertierarzt und dem Pflegepersonal der Krankenstation des Shelters, gelingt es Iriska wieder zurück auf ihre eigenen Beine und ins Leben zu bringen. Geblieben ist ein Zucken der Hinterbeine, das nur völlig verschwindet wenn Iriska tief und fest schläft.

Im Sommer 2017 wird Iriska zu Donna in den Zwinger verlegt. Nach recht kurzer Zeit gehen beide gemeinsam Spazieren und werden allerbeste Freundinnen.


Dieses Mal hat das Schicksal es gut mit beiden gemeint, es hat die beiden Hündinnen, die die Hölle hinter sich hatten, zusammengeführt, und dieses Band der Freundschaft hat dazu geführt dass nicht nur Iriska, sondern auch Donna wieder „fast normal“ leben können. Wenn sich Donna unsicher auf ihren Hinterbeinen fühlt, dann macht sie heute nicht langsam und ist vorsichtig, sondern sie läuft dann einfach schneller ….

 

Iriska wurde in Kozhuhovo bereits an die Leinenführung gewöhnt und so wird sie auch bei uns keine Probleme beim Gassi gehen haben. Mit unseren anderen Hunden verträgt sie sich gut und sie fordert schon jetzt von uns permanent Streicheleinheiten ein, die wir auch sehr gern geben. Sie ist ein richtiger Schatz und sehr anlehnungsbedürftig.
 
Da Iriska bereits an ihrem ersten Tag bei uns mehrere epileptische Anfälle hatte, wurde sich schon gleich am zweiten Tag unserer Tierärztin vorgestellt. Sie musste gleich einen Tag (natürlich mit ihrer Donna) in der Tierklinik verbringen. Dort wurde sie an den Tropf angeschlossen und bekam sogleich einen entsprechenden „Cocktail“ Phenoleptil. Daraufhin war sie einige Tage sehr schlapp, aber seit gestern hält sie sich tapfer auf den Beinen und beginnt schon mit den anderen Hunden zu spielen. Bis jetzt hatte sie keinen weiteren Anfall und wir hoffen, das die Einstellung mit „Phenoleptil“ ihr hilft, ein langes und glückliches Hundeleben bei uns zu führen.
Wir werden alles mögliche tun, damit es ihr bald merklich besser gehen wird.
 
Herzlich Willkommen bei uns, liebe Iriska. Möge dein Leben von nun an besser werden und dich damit die schrecklichen Tage deines bisherigen Lebens vergessen lassen. Das wünschen wir dir von Herzen.

 

Lassie

Lassie ist eine der geretteten Hunde aus einem rumänischen Shelter, deren Existenz massiv bedroht war.  Lassie hätte sowieso keine Chance gehabt, den kalten rumänischen Winter zu überleben. Sie ist alt, krank und gebrechlich. Jetzt ist sie auf unserem Hof und genießt es einfach, Frieden zu haben. Zum ersten Mal im Leben hat sie ein weiches Körbchen, eine warme Stube und regelmäßig leckeres Futter, wahrscheinlich denkt sie, sie ist schon gestorben und im Paradies.


Sie ist eine ganz liebe Maus und schläft ganz viel, um sich zu erholen.
Herzlich Willkommen, süße Lassie!
 

Reksik

Reksik wurde ca. 2006 geboren und seit 2011 im Shelter. Leider konnten wir bis jetzt noch nichts weiter ihn Erfahrung bringen. Sicherlich hat er auch die Hölle durchschritten, kennt nichts anderes als das Shelter und Hunger.


Derzeit ist er mit seiner neuen Situation hier bei uns total überfordert. Er ist noch sehr scheu, beginnt aber langsam Kontakt zu uns Menschen aufzunehmen. Mit seinen Artgenossen kommt er gut zurecht. Natürlich werden wir auch ihm die Zeit geben, die er braucht, um anzukommen.
 
Schmerzen scheint er keine zu haben, denn seine Bewegungen sind flüssig. Eine genaue Diagnose werden wir sicherlich in den nächsten Tagen noch von unserer Tierärztin bekommen. Wir hoffen, des es bei ihm keine „Baustellen“ gibt, das er einfach nur scheu und noch zurückhaltend ist.
 
Auch für ihn wünschen wir ein langes und gutes Hundeleben bei uns .
Herzlich Willkommen lieber Reksik.

Senya

Senya wurde ca. 2015 geboren u. kam im April 2022 ins Shelter in Kozhuhovo. Senya wurde laut seiner Diagnose schwer und lange misshandelt. Er muss durch die Hölle gegangen sein und ein Wunder, dass er sich nicht aufgegeben hat bzw. daran zerbrochen ist.


Im Shelter wurde dann – viel zu spät um ihm noch helfen zu können – eine schwere Ellbogendisplasie in seinen beiden Vorderbeinen festgestellt. Eine OP Anfang 2022 hätte noch Erfolg auf Heilung gehabt. Heute ist die OP laut unserer Tierärztin zwecklos, beide Vorderbeine sind nicht wieder herstellbar. Eine niederschmetternde Diagnose für uns und den armen Senya, wir hatten so gehofft … Uns bleibt nun nur noch die Möglichkeit, dem armen Kerl die Schmerzen zu lindern und eine gute Restlebezeit zu ermöglichen.
Als wäre das aber nicht schon genug für Senya, wurde bei ihm auch noch eine schmerzhafte Spondylose an der Wirbelsäule festgestellt. Spondylose wird durch eine fortschreitende Verknöcherung der Wirbelsäule verursacht. Diese zieht starke Schmerzen mit sich, schränkt die Bewegung ein und kann nicht operiert werden. Auch hier können wir nur die Schmerzen lindern und vielleicht kann das Medikament wenigstens den Stillstand der Krankheit erzwingen.

 

Der arme Senya, welche Schmerzen hat er wohl die letzten Wochen u. Monate erdulden müssen. Wir dürfen gar nicht darüber nachdenken. Seinen Lebensmut hat Senya zum Glück noch nicht verloren, allerdings ist er ein ruhiger und zurückhaltender Bursche. Er verkriecht sich gern und hat noch wenig Kontakt zu seinen Artgenossen. Selten u. dann ganz vorsichtig verlässt er sein orthopädisches Bett. Streicheleinheiten genießt er sehr, aber derzeit nur von seinen lieben Mitmenschen.
 
Seine Medikamente reißen derzeit ein großes Loch in unsere eh schon eng bemessene Kasse. Das Medikament „Rimadyl 100mg“, welches er nun täglich nehmen muss, wird gegen seine Entzündung in den Vorderbeinen und gegen seine Spondylose eingesetzt. Senya muss davon täglich 1 ¼ Tablette nehmen und da fallen schnell monatliche Kosten von ca. € 60,00 an. Wir können nur hoffen und die Daumen drücken, dass es unserem neuen Mitbewohner Senya schnell besser geht.
 
Wir alle wünschen dir von Herzen ein wunderschönes Hundeleben bei uns auf dem Hof.
Herzlich Willkommen lieber Senya!
 

Woodstock (Woody)

Woody kam Anfang Mai 2013 ebenfalls wie Tibor mit dem Verein animal 2000 aus einem ungarischen Tierasyl in Gyula und lebt nun seitdem bei uns auf dem Gnadenhof Gollachostheim. Von anderen Hunden dort wurde ihm das linke Hinterbein abgebissen, weshalb er die Wochen vor seiner Abreise in einem kleinen Kinderbett verbringen musste. Um Woody die Sonnenseiten des Lebens zu zeigen, haben wir ihn deshalb spontan bei uns aufgenommen. Woody hat bei uns ein Leben gefunden, wo er, typisch Terrier – frech, wild und wunderbar das Dasein genießen darf. Seine Behinderung ist ihm dabei völlig wurscht.

 

Aufnahmegrund: Rettung aus einem ungarischen Tierasyl

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